Im folgendem Beitrag gibt es eine kurze Einführung in das Thema „Backups mit der WordPress CLI“. Der Artikel ist für technisch versierte Nutzer. Voraussetzung ist ein Webspace mit SSH-Zugriff und installierter WP-CLI.

WordPress-Nutzer kennen es ja: Ständig stehen neue Updates zur Verfügung, die installiert werden müssen. Also heißt es: Backups erstellen mit einem der bekannten Backup-Plugins (z. B. Duplicator, UpdraftPlus) und danach die Durchführung des Updates selbst.

Alternativ kann sowohl das Erstellen des Backups als auch das Updaten von WordPress bzw. von Plugins über die WordPress CLI (WP CLI) erfolgen.

Zur Nutzung der WP CLI benötigst du allerdings einen Webspace mit SSH-Zugriff. Dort kannst du die CLI bequem installieren (Anleitung z. B. hier).

Statuscheck: Sind Updates verfügbar?

Wenn du per SSH auf den Ordner zugreifst, in dem du WordPress installiert hast, kannst du einfach prüfen, ob Updates verfügbar sind:

wp core check-update 
wp plugin status 
wp theme status 

In der ersten Zeile wird geprüft, ob Updates für den WordPress-Core vorliegen. Zeile zwei sucht Plugins-Updates und die dritte Zeile analog nach möglichen Theme-Updates.

WordPress-Backup mit WP CLI

Tada. Erster Schritt erfolgt. Sollte ein Update verfügbar sein, kannst du jetzt im nächsten Schritt ein BackUp von der Datenbank machen:

wp db export

Jetzt kannst du sowohl die Datenbank als auch den kompletten Inhalt von deinem Webspace sichern:

touch backupname.tar.gz
tar --exclude=backupname.tar.gz -vczf backupname.tar.gz .

In der ersten Zeile wird die Datei erzeugt. „Backupname“ kannst du durch eine Bezeichnung deiner Wahl ersetzen, (z.B. emsgold-2019-07-20). Beim zweiten Befehl sorgt der Punkt hinter dem Dateinamen sorgt dafür, dass die Datei aus dem aktuellen Verzeichnis erzeugt wird. Durch die Option –exclude=backup.tar.gz wird unsere BackUp-Datei von der Archivierung ausgeschlossen.

Das Kürzel „-vczf“ enthält unterschiedliche Angaben:

Befehl Beschreibung
-v Ausführliche Ausgabe aktivieren. Muss, wenn es verwendet wird, zwingend zu Beginn der Optionen stehen.
-c Ein neues Archiv anlegen.
-z Archiv zusätzlich mit gzip komprimieren. Sinnvoll, da tar selbst keine Komprimierung durchführt.
-f Archiv in der angegeben Datei (bei uns ist das der aktuelle Ordner) sichern. Wenn die Option genutzt wird, muss „funbedingt (!) am Ende stehen (also z. B. -vcf, aber nicht -fvc).

Wer mehr Infos zur Archivierung mittels tar möchte, kann auf dieser deutschsprachigen Seite genauer nachlesen.

Führt man den Befehl durch, kann das je nach Größe der Website auch etwas länger dauern.

Sobald die Datei fertig erzeugt ist, kannst du diese sichern (z. B. über FileZilla herunterladen und irgendwo abspeichern). Ich speichere diese für das Update erstmal nur auf meinem Webspace in einem eigenem Backup-Ordner:

mv backupname.tar.gz ../backups/

So, das wars – jetzt kannst du das Update durchführen.

Und jetzt?

Zusätzlich habe ich einen eigenen Beitrag über Updates mit WP-CLI geschrieben. Gerne auch da nochmal reinschauen.

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